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Was sich hinter dem Begriff Industrie verbirgt

 

Was-sich-hinter-dem-Begriff-Industrie-verbirgtMit der Einführung des Fließbandes von Henry Ford kam der Begriff Industrie auf. Lange Zeit war er das Synonym für gleichbleibende Bewegungsabläufe und automatisierte Produktionsprozesse. Hierbei werden alle Arbeitsabläufe in kleine, aufeinanderfolgende Teilschritte aufgegliedert. Auf diese Weise entstehen lange Produktionsbänder, an denen erst am Ende das fertige Produkt entstanden ist. Vor dieser Zeit wurden Produkte von einem oder mehreren Arbeitern an einem festen Ort in der Halle vom Anfang bis zum Ende aus den Einzelteilen montiert. Jeder Arbeiter musste also auch wissen, wie das fertige Produkt auszusehen hatte und darüber hinaus auch die genaue Funktionsweise kennen.

Der Unterschied zu heute

In vielen Bereichen der produzierenden Betriebe hat sich inzwischen die Herstellung auch von Einzel- oder Sonderteilen stark verändert. In einem gewissen Rahmen können das Aussehen, die Abmessungen oder bestimmte Funktionen variabel produziert werden. Dafür braucht man natürlich auch andere Maschinen, die diesen Anforderungen gerecht werden. Sie sind meist etwas komplexer in ihrer Funktionsweise. Trotzdem handelt es sich hierbei immer noch um die klassische Art der industriellen Fertigung, bei der jeder Teilschritt vom Prinzip her gleich ist. Die Unterschiede werden von der Maschine erkannt und bearbeitet. Bei solchen Arbeitsprozessen ist der Mensch nur noch Handlanger, der für den kontinuierlichen Materialfluss zuständig ist.

Dienstleistung aus Industrieprodukt

Oft wird im heutigen Sprachgebrauch nicht mehr zwischen echten, produzierten Produkten und einer Dienstleitung unterschieden. Dann ist zum Beispiel die Rede von der Unterhaltungs- ,Musik- oder Filmindustrie. Doch genau genommen handelt es sich hierbei um Dienstleitungen. Hieran wird deutlich, dass es beim heutigen Begriff „Industrie“ nicht mehr allein um die Art der Fertigung geht, sondern nur noch um eine große Masse, die meist weltweit vertrieben wird. Wenn man Dienstleitungen als eine Art Produkt definiert, stimmt die Zuweisung zur Industrie. Doch streng genommen wird kein Produkt hergestellt, sondern nur im großen Stil vertrieben, was dann einer automatisierten Herstellung im weitesten Sinne ähnlich ist.

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